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Linux auf dem Gericom Blockbuster

Linux

Linux wurde in seiner ersten öffentlichen Version (0.02) bereits 1991 freigegeben. - 1998 hat auch mich das "Linux Fieber" gepackt. So verwende ich (privat) seit dem Jahr 2000 kein Windows mehr. Es macht Spaß, das System zu erforschen, dazu zu lernen und an der ein oder anderen Stelle mit zu helfen, das System zu verbessern! Linux Tipps von Anwender zu Anwender gibt's bei meinem ersten eigenen Wiki-Versuch: externer linkWikifisch Wikifisch ist eine kleine, freie LINUX-Anwender-Wissensdatenbank basierend auf MediaWiki, mit der auch die freie Enzyklopädie externer linkWikipedia arbeitet.

Auch auf Notebooks ist dieses Betriebssystem mittlerweile eine reife Alternative zu Windows geworden. externer linkSUSE Linux läuft seit 2003 hervorragend auf meinem Notebook (Gericom Blockbuster 2440 XL). Interessierte können dazu meinen externer linkBericht bei TuxMobil lesen! externer linkopenSUSE ersetzt Windows Vista auch auf meinem neuen Fujitsu-Siemens Amilo Li 1818. - Tipps zur Navigation mit Navit auf meinem Eee PC 901 20G (Xandros Linux 1.6.1) gibt's hier: externer linkWikifisch - Navit on Eee PC 901 20G. - Dass Linux auch im Auto ein guter Begleiter ist, kann man hier nachlesen: externer linkWikifisch - Linux CarPC Anleitung.

Schmalfilme digitalisieren mit Linux

Schmalfilme digitalisieren mit Linux

Linux und Multimedia - das ist kein Widerspruch! Ein Beispiel: Super8 oder andere Schmalfilme auf (S)VCD oder DVD zu brennen, das muss nicht kompliziert oder gar teuer sein. Es gibt mehrere (einfache) Möglichkeiten. Ein Weg ist auf diesen Webseiten genauer vorgestellt. Nachfolgend eine kleine Anleitung zur Schmalfilmdigitalisierung mit Linux in nur vier Schritten. Das Ergebnis ist eine VCD, die auf fast jedem DVD-Player wiedergegeben werden kann.

Voraussetzungen:

  • Schmalfilmprojektor
  • Leinwand
  • Videokamera (digital oder analog)

PC Hardware:

  • x86 compatible ab 800MHz, 128MB RAM
  • Bttv kompatible TV card (WinTV Go)
  • CD Brenner (SCSI Emulation unter Linux)

PC Software:

  • Linux (ab Kernel 2.4 / getestet mit SuSE 7.3, 8.0, 8.1, ...)
  • Installierte Pakete: VCDImager, cdrdao
  • mp1e - Real Time Software MPEG-1 Video/Audio Encoder (mp1e-1.9.2-1.i586.rpm) von externer linkhttp://freshmeat.net/projects/mp1e/

1. Schritt: Filmmaterial --> analoges Videomaterial

Man muss kein teures "Überspielgerät" kaufen um die Schmalfilme "abzufilmen". Ein dunkler Raum tut es auch. Dazu wird der Filmprojektor etwa in gleicher Achse wie die (analoge oder digitale) Videokamera ausgerichtet. Abstand zur Leinwand ca. 2m. Zur Reduzierung vom Flimmer-Effekten ist bei der Kamera eine feste Blenden- bzw. Verschlusszeit einzustellen (testen).

2. Schritt: Analoges Videomaterial --> MPEG-1

Bei der Digitalisierung kann man von der Möglichkeit profitieren, unter Linux in Echtzeit zu "grabben" und gleichzeitig MPEG-1 zu "encoden". Ziel ist es, MPEG-1 Dateien zu erzeugen, die später auf eine VideoCD gebrannt werden können. Dafür wird das Komandozeilen-Programm mp1e verwendet. Die Vertonung erfolgt "in Echtzeit" über das CD-Laufwerk und/oder eine an die Soundkarte angeschlosse "Musik-Quelle". Komando:

"mp1e -v -X4 -s352x288 -a 0 -B 224000 -b 1152000 -p /dev/dsp0 -r 8,50 -F 7 >capture.mpg"

Die Option -F7 ist sehr wichtig! Nur mit ihr ist es möglich das Flackern erfolgreich zu reduzieren. (Das Flackern resultiert aus der unterschiedlichen Bildwiederholrate Schmalfilm: ca. 18...24Bilder pro Sekunde, Video: 25 Bilder pro Sekunde). Das Programm mp1e bringt den entsprechenden Filtermechanismus schon mit ( Achtung: Version 1.9.3 hat diesen Filter nicht, es wird empfohlen Version 1.9.2 zu verwenden)! Um zusätzlich bei schnellen Bewegungen bessere Ergebnisse zu erzielen, kann man "Motion compensation" mit dem Parameter -R aktivieren. Beispiel:

"mp1e -v -X4 -s352x288 -a 0 -B 224000 -b 1152000 -p /dev/dsp0 -r 8,50 -R 8,16 -F 7 >capture.mpg"

Hinweis: Zur Qualitätserhöhung kann man zusätzlich die VCD-Restriktionen überschreiten und die Bitrate über 1.15MBit/s (z.B. auf 2.3MBit/s) setzen. Die Bitrate wird mit der Option -b festgelegt. Allerdings sinkt dann die Kompatibilität auf DVD-Playern, da viele Geräte nur VCD 2.0-konforme 1.15MBit/s "ruckelfrei" wiedergeben können. Weitere Optionen in der Hilfe oder mit "man mp1e"

3. Schritt: MPEG-1 --> VCD-Image

Mit dem VCDimager kann die MPEG-1 Datei in ein VCD-Image umgewandelt werden. Dieser Schritt ist notwendig bevor eine VideoCD gebrannt werden kann:

"vcdimager --cue-file=test.cue --bin-file=test.bin capture.mpg"

4. Schritt: VCD-Image --> (V)CD brennen

Das CD Brennen (Disk at Once) gestaltet sich unter Linux ganz einfach:

"cdrdao write --device /dev/cdrecorder test.cue"

Fertig! - Wer kein Freund von Komandozeilenprogrammen ist, kann die Schritte 3. (VCD Image erzeugen) bis 4. (CD Brennen) auch mit einem Programm mit einer grafischen Benutzeroberfläche ausführen. Zum Beispiel mit "arson" (arson-0.9.7-kde3.tar.gz / arson-0.9.7-1.kde3.i386.rpm) von externer linkhttp://arson.sourceforge.net/ oder mit externer linkK3b (dem Brennprogramm für Linux und KDE).

Fazit / Alternativen

Neben dem hier beschriebenen Verfahren gibt es viele weitere Möglichkeiten, Schmalfilme zu digitalisieren. Ein sehr leicht zu bedienendes (grafisches) Programm zur Verarbeitung des von digitalen Videokameras erzeugten "Datenstroms" unter Linux ist "Kino" von externer linkhttp://kino.schirmacher.de. Mit diesem Tool lassen sich auch (S)VCD- und DVD- konforme MPEG-2 Datenströme erzeugen. - In letzter Zeit verwende ich ausschließlich dieses Programm / Verfahren.

Praxistaugliche DVD-Recorder, die man wie einen herkömlichen Videorecorder bedienen kann, sind bereits für unter 100 EURO erhältlich. Diese erleichtern den Prozess der Datenumwandlung erheblich. Allerdings bleibt das Problem der Flimmer-, Flacker-Reduktion, das mit "mp1e" erfolgreich gelöst werden kann.