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Schmalfilm (Super8, Normal8)
Amateurfilm das ist Schmalfilm. Schmalfilm ist aber nicht unbedingt Amateurfilm. Die früheren (historischen) Formate 28mm,
17,5mm oder 15mm waren so teuer, dass sie sich der Amateur nicht leisten konnte. Den (heute nicht mehr verwendeten)
9,5mm Schmalfilm gibt es bereits seit 1922. 8mm Formate wurden einige Jahre später
eingeführt (1929 durch Kodel Electric und als echte "Massenware" 1932 durch Kodak). Tonfilme waren für den Hobby-Filmer
erst viel später erhältlich (teilweise mit extern synchronisierten Magnettonbändern).
Wieder waren es Kodak
(Eastman), die 1965 den Super8 Film einführten (größere Bildfläche und feinere Perforation als Normal8).
Die (noch heute erhältliche) Film-Kassette war einfach zu handhaben. Der Standardtyp der Kassette enthält rund 15m Film,
was bei ca. 18 Bildern pro Sekunde zu einer Laufzeit von nur 3 Minuten und 20 Sekunden führt.
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Super8 lebt (noch immer)
Das ist meines Erachtens auch das Geheimnis, warum sich Super8 auch heute (im digitalen Zeitalter) weltweit noch einiger
Beliebtheit erfreut: 3 Minuten und 20 Sekunden (und nicht 60 Minuten) - das können Verwandte und Freunde bei der
Vorführung des eigenen (Urlaubs-)Films gerade noch "ertragen" .
Man filmt definitiv gezielter, weniger und besser wenn die Aufnahmezeit so begrenzt ist. -
Und die Entwicklung: Film einsenden und dann erst mal zwei Wochen auf die Entwicklung warten
.
Die ursprüngliche Filmerfahrung und die verzögerte Freude über das Ergebnis, machen Super8 auch heute noch zu einem Erlebnis.
- Übrigens ist es wieder die Firma Kodak, die auf ihren Seiten immer noch gute
Tipps
zum Super8 Filmen bereithält. Zwar ist die legendäre K40 Super8 Kassette abgekündigt, Ausweichmaterialien sind aber
weiterhin verfügbar. - Als kleine Kostprobe gibt es für Interessierte hier "historisches" Filmmaterial zum Download.
Es ist der Trash-Kurz-Spielfilm "Die Flucht", gedreht in Berlin 1990 auf Normal8:
"Die Flucht" (8min, ungekürzt, DivX [14MB]).
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